/  Packraft Ausrüstung   /  Packraft kaufen – Wichtige Kaufkriterien und Tipps
Packraft kaufen - Tipps

Packraft kaufen – Wichtige Kaufkriterien und Tipps

Du willst die coolste neue Trendsportart auf dem Wasser lernen und dir ein Packraft kaufen? Oder bist du Kajaker und möchtest dir ein leichteres Boot oder ein Zweitboot zulegen? (No worries, bleibt unter uns!) Oder bist du schon ein waschechter Packraft Explorer und bereit für ein Packraft next Level? Eines vorweg: Die Entscheidung, ein (gutes) Packraft zu kaufen, wird eine der besten deines Lebens sein! Aber bevor du deine erste Flusstour starten kannst, sind ein paar Überlegungen zum Einsatzbereich, Bootstyp und der richtigen Größe deines Packrafts nötig – schließlich willst du nicht irgendein Schlauchboot kaufen, sondern das für dich perfekte Packraft finden! In diesem Artikel teilen wir mit dir die wichtigsten Kaufkriterien und unsere besten Tipps für den PackraftkaufLet´s go!

Einsatzbereich: Was muss dein Packraft können?

Die wichtigste aller Fragen, wenn du dir ein Packraft kaufen möchtest, ist: Was hast du mit deinem Packraft vor und wo willst du damit fahren? Denn der Einsatzzweck und Einsatzbereich ist das A und O bei der Kauf-Entscheidung für das richtige Packraft und von dieser Grundentscheidung hängt alles weitere ab. Mach dir also zunächst ein paar Notizen, in welchen Gewässern du mit dem Packraft auf Tour gehen möchtest, wieviel Gepäck dein Packraft aufnehmen soll und was du dir von deinem neuen Packraft erwartest. So kannst du die unterschiedlichen Modelle im nächsten Step leichter eingrenzen. Hier ein paar Fragen zur Hilfestellung:

  • Bist du überwiegend auf ruhigen Gewässern oder im Wildwasser unterwegs?
  • Soll dein Packraft viel Gepäck aufnehmen können (für Mehrtagestouren oder Expeditionen), viel Platz bieten (z.B. für lange Beine oder einen Hund) oder ist dir besonders ein leichtes und kleines Packmaß wichtiger?
  • Bist du eher ein „Schönwetter-Paddler“, meistens im Sommer auf Seen unterwegs, oder brauchst du ein besonders robustes Packraft, das wildnistauglich und für kalte Temperaturen geeignet ist?
  • Wie schätzt du derzeit deine Paddel-Skills ein bzw. möchtest sie in Zukunft verbessern? Soll dein Packraft für den Anfang eher kippstabil sein oder willst du ein sportliches Packraft, dass dich technisch mehr fordert?
  • Willst du einen Ein- oder Doppelsitzer? In diesem Artikel geht es um allgemeine Kriterien für den Packraftkauf, aber vorwiegend um Einsitzerboote. Ein eigener Artikel für Zweisitzer folgt bald!

Bootstyp: Packraft mit oder ohne Spritzdecke?

Die nächste grundlegende Entscheidung bei der Auswahl eines Packraftmodells ist der Bootstyp, den unter anderem die Art der Spritzdecke bzw. überhaupt das Vorhandensein einer Spritzdecke bestimmt. Aber fangen wir mal von vorne an:

Was ist eine Spritzdecke?

Eine Spritzdecke verschließt das Packraft um deinen Körper herum, schützt vor dem Eindringen von Wasser ins Boot und hält Kälte, Regen und Wind besser ab. Unter einer Spritzdecke bleiben deine Füße, Beine und der Oberkörper bis zur Brust weitestgehend trocken und dein Körper kühlt nicht so schnell aus. 

Geschlossene Spritzdecken (Whitewater deck)

Eine geschlossene Spritzdecke, auch Whitewater Deck genannt, ist fest mit dem Packraft verbunden. Wie im Kajak steigst du durch eine ovale Sitzluke ins Packraft. Rund um die Sitzluke befindet sich ein Tunnelzug, der sog. Süllrand, in den das Süllrand-Gestänge eingeschoben werden muss. Das besteht je nach Hersteller aus einem oder mehreren Ringsegmenten und versteift den Lukenrand, über den man dann die Spritzdecke stülpt.

Die Spritzdecke selbst zieht man sich mittels Gummizug oder Hosenträgern über und hat nach der Befestigung am Süllrand einen abgedichteten Kamin, der Körper und Boot verbindet. Aber keine Sorge: Beim Kentern öffnet sich die Spritzdecke in der Regel von selbst, oder man kann durch einen einfachen Griff an der vorderen Schlaufe die Spritzdecke schnell und unkompliziert vom Süllrand lösen.

▶︎  Ein Packraft mit geschlossener Spritzdecke ist besonders dicht und körperschützend, deshalb empfehlenswert für stärkeres Wildwasser, hohe Wellen, bei kalten oder windigen Touren oder grundsätzlich für die Frostbeulen unter euch geeignet.

▶︎  Nachteile sind das größere Packmaß und Gewicht von Spritzdecke und Süllrand-Gestänge sowie das etwas zeitintensive Einfädeln der Spritzdecke um den Süllrand. Ein- und Ausstieg dauern mit fester Spritzdecke einfach etwas länger.

▶︎ Tipp: Entscheidest du dich für ein Packraft mit fester Spritzdecke, kauf am besten gleich ein Bow Bag dazu. Eine oben auf dem Packraft festgemachte Bugtasche ist hier die einzige Möglichkeit, um wichtige Sachen schnell griffbereit zu haben.

Packrafts mit verschiedenen Spritzdecken

Links: Flexible Spritzdecke (hier geschlossen) | Mitte: Packraft ohne Spritzdecke | Rechts: fest geschlossene Spritzdecke (Whitewater Deck)

Abnehmbare oder flexible Spritzdecken

Packrafts mit abnehmbaren oder flexiblen Spritzdecken sind anpassungsfähig: Du kannst entweder mit geschlossenem Boot paddeln oder aber die Spritzdecke mit einem Reiß- und Klettverschluss großflächig öffnen, aufrollen oder komplett abnehmen. Das ist besonders bei heißen Temperaturen und leichten Touren auf ruhigeren Gewässern angenehm und bei großer Gepäckzuladung im Packraft praktisch. Unter den flexiblen Spritzdecken gibt es noch einmal zwei Varianten zu unterscheiden:

Flexible Spritzdecke mit Süllrand & Schürze (Removable Whitewater Deck)

Die abnehmbaren oder aufrollbaren Spritzdecken mit Süllrand und Schürze funktionieren im geschlossenen Zustand genau wie das normale Whitewater Deck. Trotzdem hast du mit nur ein paar Handgriffen ein offenes Packraft mit einer Menge Stauraum für Gepäck  ▶︎ praktisch für alle, die ein möglichst flexibles Packraft wollen, dass im Wildwasser wie bei Expeditionen seinen Dienst tut. 

Flexible Spritzdecke ohne Süllrand & Schürze (Cruiser Deck)

Für alle, denen die Fummelei mit Schürze und Süllrand zu umständlich ist, aber nicht auf eine Spritzdecke verzichten möchten, gibt es das sog. Cruiser Deck, das ohne Süllrandgestänge auskommt und einfach mit einem Gummizug am Körper abdichtet. ▶︎ Packrafts mit Cruiser Decks sind somit etwas handlicher, leichter und schneller aufgebaut bzw. zusammengepackt.

▶︎  Nachteil der flexiblen Spritzdecken: Die Reiß-  und Klettverschlüsse, mit denen die Spritzdecken am Boot befestigt sind, halten nie ganz so dicht wie die Verklebung des geschlossenen Whitewater Decks – es wird hier also immer etwas Wasser ins Packraft durchsickern können. Beim Cruiser Deck mehr als beim Removable Whitewater Deck. Dennoch ist das komplette Fluten des Packrafts in der Regel nicht möglich und geschützter als in einem ganz offenen Boot sitzt du auf jeden Fall.

Packrafts mit flexibler oder abnehmbarer Spritzdecke

Beide Packrafts (vorne MRS Nomad S1, hinten MRS Microraft) mit flexibler, aufgerollter Spritzdecke

Packrafts ohne Spritzdecke & Selbstlenzer (Selfbailer)

Ein offenes Packraft ohne Spritzdecke ist für relaxte Touren auf Seen und ruhigen Flüsse mit einfachem Wildwasser (höchstens WW-I) geeignet. Mini-Packmaß und Federgewicht macht allen Ultraleicht-Fanatikern Freude. Paddler mit Hund, Bike, Trekkingrucksack oder Expeditionsausstattung kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Auch als Zweitboot oder Ersatzboot für Kajaker oder Kanuten wäre dieses einfache Packraft eventuell das richtige Modell.

Ein sogenannter Selbstlenzer (engl. Selfbailer) ist ebenfalls ein offenes Packraft ohne Spritzdecke, hat aber gegenüber dem einfachen Standard-Packraft noch ein paar „Features“ mehr zu bieten: Zum einen haben Selbstlenzer sog. „Lenzlöcher“ im Boden, durch die das herein schwappende Wasser wieder abfließen und das Packraft nicht voll laufen kann. Zum anderen gibt es noch einen zusätzlichen, luftgefüllten Boden (oder zumindest ein erhöhtes Sitzkissen), der das Packraft steifer und somit stabiler macht, und der dafür sorgt, dass der Paddler trotz der Löcher im Boden größtenteils im Trockenen sitzt.

▶︎  Selfbailer Packrafts sind die richtige Wahl für Wildwasser-Paddler, die möglichst agil und flexibel unterwegs sein möchten. Gerade beim häufigen Scouten von Stromschnellen in unbekanntem Terrain oder für Guides, die öfter mal absichern, helfen oder mit dem Wurfsack bereit stehen müssen, kann ein Selfbailer durchaus praktisch sein.

▶︎  Nachteil: Ohne Spritzdecke bist du Wind und Wellen voll ausgeliefert und kühlst dadurch schneller aus. Für alle offenen Packrafts ist ein Trockenanzug oder Neoprenanzug ein absolutes Must-Have!

Watch on youtube: Selfbailer Packrafts im Test

Grösse: Wie du die richtigen Masse für dein Packraft bestimmst

Um die richtige Packraftgröße für dich zu bestimmen, spielen (einmal mehr) unterschiedliche Faktoren eine Rolle: deine Körpergröße, dein Gewicht + geplantes Zuladegewicht, aber auch der Einsatzzweck und deine Paddelskills.

Denn während du für ruhige Gewässer eher ein langes Boot mit gutem Geradeauslauf, evtl. sogar mit einer Finne, benötigst, bietet sich für sportliche Wildwassertouren viel besser ein kurzgeschnittenes Packraft zum besseren Kanten an. Gerade beim Kanten spielen neben der Länge des Packrafts auch die Tubes, also der Schlauchdurchmesser eine Rolle: je dicker der Schlauch/Tube, desto stabiler, aber auch träger ist das Packraft im Wasser. Je schmaler und kürzer das Packraft, desto kippeliger, aber dafür wendiger ist das Packraft.

Leider bieten derzeit die meisten Hersteller ihre Packraft-Modelle nur in Einheitsgrößen und evtl. in Übergrößen XL-XXL an. Einzig Alpacka Raft aus den USA bietet Packrafts derzeit in den unterschiedlichen Größen S, M, L und evtl. XL an.

Körpergrösse und Sitzlänge

Einige Hersteller, z.B. MRS, geben bei ihren Packrafts an, für welche Körpergröße die jeweiligen Modelle geeignet sind. Alpacka Raft hingegen bezieht sich konsequenterweise auf die „Sitzlänge“, da diese abhängig von deiner Beinlänge und somit aussagekräftiger ist für die Wahl der richtigen Bootslänge.

So misst du deine Sitzlänge: Lege ein Maßband oder einen Meterstab beginnend von einer Wand auf den Boden. Setze dich auf das Band/Meterstab mit dem Rücken aufrecht an die Wand und ausgestreckten Beinen am Boden (am Besten gleich mit deinen Packraft-Schuhen an den Füßen). Der Abstand von der Wand bis zu deinen Fersen entspricht deiner Sitzlänge. In meinem Fall beträgt die Sitzlänge z.B. 114cm.

Sitzposition: Komfortabel vs. Sportiv

Wenn deine Sitzlänge nun genau am Übergang zwischen zwei Größen ist, kannst du dir Folgendes merken: Bis du mehr im Wildwasser unterwegs und möchtest die beste Kontrolle über dein Packraft haben, dann wähle lieber das kleinere Modell. Im Wildwasser solltest du so viel Kontakt zum Boot wie möglich haben und dich regelrecht im Boot einspreizen können. Hier solltest du mit angewinkelten Beinen aufrecht im Boot sitzen und dich fest gegen die Rückenlehne drücken können. Die Füße sollten dabei nicht durch gestreckt bzw. zu stark angewinkelt sein. Auf längeren Strecken kann diese Sitzposition aber auch unangenehm werden.

Willst du hingegen mehr auf ruhigen Gewässern und meistens über längere Strecken unterwegs sein, dann wähle lieber das größere Packraft und somit für dich die komfortablere Sitzposition aus.

Packrafts für (Sehr) Gross und Klein

Für große Menschen ist es deutlich einfacher, ein passendes Packraft zu finden als für kleine Menschen bzw. Kinder und Jugendliche, die kleiner als 160cm groß sind. Hier besteht noch eine erhebliche Marktlücke! Aber da Laura mit 1,52m genau in diese bisher fast unbeachtete Zielgruppe fällt, bleiben wir natürlich auf dem Laufenden und geben Infos, sobald sich hier was tut!

Bis dahin bleibt für kleine Packrafter/innen nur die Option, den Innenraum des Packrafts mit einem sogenannten „Foot-Brace“, ein zusätzliches aufblasbares Prallkissen im Fußraum, zu verkleinern. Mit einem Foot-Brace lässt sich die innere Bootslänge noch eimal um ca. 15-20cm verkürzen. Wenn das selbst bei maximal nach vorne gerückter Rückenlehne immer noch nicht ausreicht, ist die einzige Abhilfe, mit eventuell zusätzlichen Einlagen aus Schaumstoff zu experimentieren.

Individuelle Anpassungen: Welche Optionen gibt es?

Zusätzliche Ausstattung

Bei den meisten Packraft-Herstellern kann man das Packraft mit der jeweiligen Ausstattung noch in gewissem Maße an seine individuellen Bedürfnisse anpassen. Optional sind bei vielen Modellen und Herstellern:

  • Spritzdecke / Art der Spritzdecke
  • Gepäck-Reißverschluss (zur Gepäckverstauung im Boot). Je nach Hersteller Cargofly, Internal-Storage-System (ISS) oder TIZIP genannt – bedeutet aber immer das gleiche 🙂
  • Schlaufen als Befestigungsmöglichkeiten z.B. für Bow Bag
  • Bow Bag (Bugtasche)
  • Schenkelgurte – wie du Schenkelgurte nachträglich selbst in dein Packraft kleben kannst, zeige ich dir in diesem Video!

Farbe und Material

Der Hersteller Alpacka Raft bietet bislang als einzige Marke die Optionen, neben der Rumpfgröße der Packrafts auch bei einigen Modellen den Materialtyp zu wählen und sein Packraft in einem ganz individuellen Farbschema zu konfigurieren. Natürlich gegen Aufpreis und verlängerter Lieferzeit, da die Boote in den USA von Hand hergestellt werden.

Do it YourSelf

Mit etwas handwerklichem Geschick kannst du dein Packraft auch nach dem Kauf selbst ein bisschen aufwerten und zusätzliche Befestigungslaschen, Tragegriffe, eine Finne oder auch Schenkelgurte am Boot anbringen. Alle Tutorials hierzu findest du in dieser YouTube-Playlist und natürlich bald auch ausführlich hier auf dem Blog.

Für die Hardcore-Handwerker unter euch gibt es sogar die Möglichkeit, sein Packraft komplett selbst zu bauen. Dazu gibt es Bausätze und Vorlagen im Netz zu kaufen (z.B. bei diypackraft.com). Die DIY-Sets kosten nur einen Bruchteil eines fertigen Packrafts, dafür hat man allerdings eine Menge Arbeit vor sich und sollte genau wissen wie man den Stoff bearbeitet, die Nähte verklebt und verschweißt. Auf selbst gebaute Packrafts gibt es natürlich keine Garantie oder Serviceleistungen. Dafür sind dir allerdings keine Grenzen bei der Gestaltung deines Bootes gesetzt und du kannst deiner Individualität freien Lauf lassen.

Preis – Wie viel kostet ein gutes Packraft?

Wie bei eigentlich jedem fahrbaren Untersatz gilt: Ausstattung und Qualität machen den Preis. Während einfache Packrafts z.B. der Marken Anfibio oder Nortik ab ca. 500 Euro zu haben sind, musst du für ein Packraft des derzeitigen Premium-Herstellers Alpacka bis zu 2.300 Euro hinlegen. Das unterscheidet günstige von hochpreisigen Packrafts:

  • Ausstattung und Qualität der Features wie Sitz, Rückenlehne, Spritzdecke, Gepäck-Reißverschluss, Internal-Storage-System, Befestigungslaschen, Schenkelgurte und Foot-Brace  – so sind z.B. bei Alpacka viele Features schon im höheren Preis inkludiert, während sie bei anderen Herstellern optional dazu bestellt werden können.
  • Qualität des Materials: alle hochwertigen Packrafts bestehen nicht wie billige Supermarkt-Schlauchboote aus PVC, sondern aus urethan-beschichteten Nylon mit einer speziellen Oberflächenbehandlung, die ein Packraft sehr widerstandsfähig, kälteelastisch und UV-resistent macht. Robustheit, Reißfestigkeit und Verarbeitung machen hier den Unterscheid und letztendlich den Preis.
  • Qualität von Nähten (verklebt, verschweißt oder vernäht), Reißverschlüssen und Beschlägen (Plastik oder Metall)
  • Fertigung in Handarbeit mit Möglichkeiten einer individuellen Anfertigung oder industrielle Fertigung. Auch spielt natürlich der Produktionsstandort wie USA, Russland oder Fernost eine Rolle (bislang gibt es noch keinen Hersteller aus Europa!)

Beim finanziellen Aspekt eines Packraftkaufs musst du natürlich auch noch im Hinterkopf behalten, dass zum Boot selbst noch wichtiges Zubehör und deine Sicherheitsausrüstung wie Helm, Schwimmweste, Paddel, Trockenanzug, Schuhe und noch ein paar Basics kommen. Mehr dazu findest du in Kürze in unserem Artikel zu deiner perfekten Packraft- Grundausstattung.

Packraft kaufen – Neu, gebraucht oder erst einmal ausleihen?

Die Vorteile eines neuen Packrafts liegen natürlich auf der Hand: Einwandfreier Zustand, Support vom Händler, alle Möglichkeiten, um dein Boot perfekt auf deine Wünsche abzustimmen und neuester Stand der Technik, was das Material und Design des Packrafts betrifft.

Wenn du aber erst einmal in den Packraft-Sport schnuppern und nicht gleich so viel Geld investieren willst, kann auch ein Second-Hand-Modell die richtige Wahl sein – falls du das Glück hast, ein passendes gebrauchtes Packraft zu finden. Wirklich gute Angebote an gebrauchten Packrafts sehen wir bei Ebay & Co. nur selten – vielleicht, weil die meisten ihr Packraft einfach zu sehr lieben und nie hergeben würden, oder weil Packrafts eben auch nur eine begrenzte Lebensdauer haben. Zwar sind Packrafts sehr robust, trotzdem kann der falsche Umgang oder mangelnde Pflege ein Boot sehr schnell kaputt machen. In jedem Fall solltest du dir ein gebrauchtes Packraft immer vor dem Kauf persönlich anschauen, am besten in aufgeblasenem Zustand.

Für eine erste Probefahrt im Packraft kannst du dir bei bei diversen Packraft-Herstellern auch teilweise die komplette Ausrüstung für ein Wochenende gegen Gebühr ausleihen. Oft wird die Leihgebühr sogar bei einem späteren Kauf angerechnet.

Packraft online kaufen – Das solltest du wissen

Der Packraft-Markt ist (völlig unverständlicherweise:) noch ziemlich klein und die Anzahl der Packraft Hersteller und Händler ist überschaubar, sodass du beim Kauf auf einen professionellen Online-Shop, Versandgebühren und einen guten telefonischen Support achten solltest. Fast alle Packrafts werden derzeit in den USA, Russland oder China produziert und wir würden die Finger von Bestellungen bei Händlern lassen, die keine Niederlassung oder Vertreter in Deutschland, Österreich oder zumindest in der EU haben.

Denn du musst dringend beachten, dass bei Bestellungen im Ausland außerhalb der EU die Preise der Hersteller als Netto-Preise angegeben werden und auf dein Packraft noch meist üppige Versandkosten, Einfuhrumsatzsteuer (in Deutschland 19%) sowie eventuell weitere Zollgebühren (ca. 2%) draufgeschlagen werden. Noch dazu berechnen manche Banken bei Kreditkartenzahlungen / Überweisungen ins nicht-europäische Ausland eine Gebühr von ca. 2% des Bestellwertes. Insgesamt können da schnell mal 20-30% Mehrkosten auf deinen Bestellwert dazu kommen. Und da ist dein eigener Aufwand  bei eventuellen Reparatur-Inanspruchnahmen und evtl. Ärger mit dem Zoll oder Rücksendungen noch nicht mit eingerechnet.

In Kürze werden wir dir in einem gesonderten Artikel auch noch einmal alle Shops und Packraft Händler vorstellen.

Packrafting Tour auf dem Lech

Yeah! Wir hoffen, dir mit diesem Artikel beim Packraftkauf helfen zu können. Um dir einen noch besseren Überblick über alle derzeit erhältlichen Packraft-Modelle zu geben, haben wir dir eine Tabelle mit allen technischen Daten und Ausstattungsdetails zusammengestellt.

Hier kannst du die Übersicht online anschauen

oder sie hier als PDF downloaden.

Wenn du noch Fragen oder Anmerkungen hast, schreib uns gerne einen Kommentar! Wir freuen uns immer über Feedback oder wenn du den Artikel teilen möchtest. Ein fettes DANKE vorab und: See You on the River!


Packraft Explorers - Tom

Ich bin Tom, leidenschaftlicher Abenteurer, Packrafter und Tourenplaner! Wie cool, dass du bei Packraft Explorers gelandet bist! Wenn du mehr über mich und Packraft Explorers erfahren willst: hier entlang! Falls du Lust hast auf awesome Packraft-Videos, check mal unseren YouTube-Kanal!

Poste einen Kommentar!